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Pedro Oehme
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Zu Gast in St. Petersburg

Reiseinformationen kompakt

Der russische Zar Peter I. wollte vor mehr als 300 Jahren Russland modernisieren und ein „Fenster nach Europa“ bauen. Den geeigneten Platz dafür sah er an der Newa-Mündung. Der Standort versprach den Zugang zur Ostsee, die Nähe Westeuropas und einen strategisch wichtigen Verteidigungspunkt gegen die feindlichen Schweden. Die baulichen Vorraussetzungen konnten dagegen kaum schlechter sein. Der Sumpf im Newadelta musste mit zehntausenden Holzpfählen befestigt und mit Kanälen entwässert werden. Doch mit dem ihm eigenen Willen setzte er den Bau der Stadt und die Modernisierung des Landes durch.

Auch die nachfolgenden Regenten führten die Entwicklung der Stadt weiter, die mittlerweile zur russischen Hauptstadt und Zarenresidenz aufgestiegen war. Mit der Hilfe renommierter europäischer Architekten entstanden prachtvolle barocke und klassizistische Gebäude, die ausladenden Straßenzüge, Brücken und Kanäle sowie die prunkvollen Sommerpaläste in den Vororten. Handelstreibende und Adlige bevölkerten zunehmend die Stadt. St. Petersburg entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschafts-, Bildungs- und Kulturzentrum Russlands und Europas.

Mit Beginn des ersten Weltkrieges und der Abdankung des letzten russischen Zaren Nikolai II. war die Blütezeit der Stadt, die nun Petrograd hieß, vorüber. Sie musste den Haupstadtstatus an Moskau abtreten und eine weitere Namensänderung (Leningrad) hinnehmen. Die zweieinhalbjährige Einkesselung und Bombardierung der Stadt durch deutsche Truppen im 2. Weltkrieg hinterließ unzählige Zerstörungen und menschliche Opfer. In der Nachkriegszeit wurde Leningrad nur noch ein Platz im „Schatten“ von Moskau zugestanden.

Seit dem gesellschaftlichen Umbruch Ende des 20. Jahrhunderts und zunehmender Stabilisierung Russlands besinnt sich St. Petersburg seiner zaristischen Wurzeln und schöpft daraus neues Selbstbewußtsein. Die enormen Investitionen und Aktivitäten zur 300-Jahr-Feier im Jahr 2003 lassen Piter, wie die Stadt liebvoll von ihren Einwohnern genannt wird, in neuem Glanz erstrahlen. Heute präsentiert sich dem Besucher eine dynamische und optimistische Metropole, die Moskau schon wieder auf einigen Gebieten den Rang abläuft.
 

Das Erbe der Zaren

St. Petersburg repräsentiert als architektonisches Gesamtkunstwerk die Macht russischer Zaren. Der pragmatische Stadtgründer Peter I. legte den Grundstein in Zweckbauten wie der Admiralität und der Peter-und-Pauls-Festung und wußte um die öffentliche Wirkung seiner Repräsentationsobjekte in Peterhof.

Seine Nachfolger setzten auf den Pomp des Barock der unter dem italienischen Architekten Rastrelli zu voller Blüte kam. Der Winterpalast, das Smolni-Kloster und der Katharinenpalast in Puschkin wurden von ihm maßgeblich gestaltet.

Mit der Herrschaft von Katharina der Großen begann die Zeit der klassizistischen Architektur in Petersburg. Zwei bedeutende Baumeister dieses Stils waren Juri Felten, der vor allem die Eremitage geprägt hat und der Italiener Carlo Rossi, auf den die Gestaltung des Schlossplatzes mit Generalstabsgebäude und Alexandersäule zurückzuführen ist.

Eines der wenigen Beispiele russischer Architektur ist die Auferstehungskirche, die Alexander III. zum Gedenken an die Ermordung seines Vater errichten ließ.

 
Heldenstadt Leningrad

In der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken hatte Leningrad mit dem Erbe als „Zarenstadt“ einen schweren Stand. Die stalinistischen Säuberungen bekam die Stadt mit dem örtlichen Parteiführer Sinofjew (Hinrichtung) besonders hart zu spüren. Nach der fast vernichtenden Belagerung durch die Deutschen im 2. Weltkrieg wurde der Überlebenskampf der Bewohner Leningrads erst nach Stalins Tod gewürdigt.

20 Jahre nach Beendigung des Krieges fand die Stadt Aufnahme in die Reihe der sowjetischen Heldenstädte. Selbst die 250-Jahr-Feier wurde erst 1957 durchgeführt, nachdem sie im eigentlichen Festjahr 1953 totgeschwiegen worden war.

Aus den architektonisch beeindruckenden Kirchen wurden Lagerhallen, Kinotheater, Museen oder Schwimmhallen. Die Auferstehungskirche ist erst seit 1997 wieder erlebbar, nachdem sie viele Jahre unter einem Gerüst verbringen musste.

 

Zahlen & Fakten

Gründung

27.Mai 1703 von Peter I.
Einwohnerzahlca. 5,1 Mio.

Fläche

ca. 1400 km²

Lage

60° nördl. Breite, 30° östl. Länge, am finnischen Meeresbusen (Ostsee)

Zeitzone

Moskauer Zeitzone = Deutsche Zeit + 2 Stunden (Sommer)

Besonderheiten

ca. 100 Inseln, über 500 Brücken, 70 Parks und Gärten, ca. 2300 Straßen, ca. 200 Flüsse und Gewässer, ca. 100 Hochschulen, ca. 250 Museen

Bedeutendste Zaren (Amtszeit)

Peter I. (1682-1725)
Elisabeth (1741-1761)
Katharina II. (1762-1796)
Alexander I. (1801-1825)
Alexander II. (1855-1881)

Metro

1955 eröffnet, über 70 Stationen, bis 100 Meter tief in der Erde

 

 

Die Reiseplanung vorab

Andere Sitten

Sind es nicht die anderen Sitten und Mentalitäten, die zum Reisen inspirieren? Auch in St. Petersburg sollte man nicht überrascht sein, wenn man auf eine abweichende Organisation des täglichen Lebens oder auf andere Geisteshaltungen trifft, als man es zuhause gewohnt ist. Eine unterhaltsame Annäherung an diese Unterschiede verspricht das Buch Kulturschock Russland. Vielleicht reicht aber auch schon etwas vom Bewusstsein, sich nicht als „König Kunde“ sondern als Gast in Russland zu bewegen.

Sprache

Der offensichtlichste Kulturunterschied ist wahrscheinlich die Sprache. Grundkenntnisse des kyrillischen Alphabets erleichtern die Verständigung enorm. Jedoch dürfte es mittlerweile auch möglich sein, sich mit englischer Sprache und einem „Notpaket“ in Russisch durchzuschlagen. Eine kleine Auswahl nützlicher Worte werden nachfolgend vorgestellt:

Ja
Nein
Bitte
Danke
Guten Tag.
Auf Wiedersehen.
Die Rechnung bitte.
Was kostet das?  stóit?)
Да
Hет
Пожа́луйста
Cпаси́бо
здра́вствуйте
До свида́ния!
Cчëт, пожа́луйста!
Cко́лько э́то сто́ит?
(da)
(njet)
(paschálsta)
(spassiba)
(sdrástwujtje)
(do swidanija)
(stschjöt paschálsta.)
(skólka eta stóit?)

Visum

Für die Reise nach St. Petersburg/Russland ist ein kostenpflichtiges Visum zu beantragen. Das wird von kommerziellen Visadiensten oder in den Visa-Zentralen der Russischen Botschaft, bei Einhaltung der Zulassungsvoraussetzungen (gültiger Reisepass, Krankenversicherung etc.) vermittelt. Weitere Informationen dazu unter www.russische-botschaft.de.

Reisezeit

Während der grau-kalten Wintertage mit eisigem Wind ist die ideale Zeit für Museums- und Veranstaltungsbesuche. In der Vegetationsperiode zwischen Mai und September – besonders zur Zeit der langen, hellen (Weißen) Nächte im Juni/Juli – blüht die Stadt mit ihren stattlichen Parks und Gärten auf.

Gesundheit/ Sicherheit

Leitungswasser eignet sich in St. Petersburg nicht zum Trinken. Eine gültige Reisekrankenversicherung ist übrigens Vorraussetzung zur Beantragung des Visums. Hinsichtlich der Kriminalität und der eigenen Sicherheit in St. Petersburg genügt der gesunde Menschenverstand, der in jeder anderen europäischen Großstadt auch erforderlich ist.

Etiquette

Die Petersburger legen Wert auf einen „kultivierten“ Umgang. Legére Kleidung ist beim Theater- , Konzert-, oder Balettbesuch nicht angebracht.
Vor dem Betreten orthodoxer Kirchen sollten Frauen ein Kopftuch tragen und Männer ihre Kopfbedeckung abnehmen.

Feiertage

1. Jan. Neujahrstag
7. Jan. Russisch-Orthodoxes Weihnachten
27. Jan. Tag der Aufhebung der Belagerung
23. Feb. Tag der Verteidiger des Vaterlandes
8. März Internat. Frauentag
1. Mai Tag der Arbeit
9. Mai Tag des Sieges
27. Mai Stadtgeburtstag
12. Juni Unabhängigkeitstag
4. Nov. Tag der Versöhnung
12. Dez. Verfassungstag

Literaturtipps

Kleine Geschichte St. Petersburgs von Jan Kusper; Peter der Große, eine Biografie von Henri Troyat; Der Winterpalast von Eva Stachniak; Blokada von Anna Reid; Lenas Tagebuch von Lena Muchina; St. Petersburg von Karl Schlögel; Weiße Nächte von Fjodor Dostojewski; Der eherne Reiter von Alexander
Puschkin; Kulturschock Russland von Barbara Löwe

Weitere Infos & Links

Deutsches Generalkonsulat www.germania.diplo.de/Vertretung/russland/de/Startseite.html;
Russische Botschaft www.russische-botschaft.de;
Touristeninformation St. Petersburg www.visit-petersburg.ru

Anreise

mit dem Flugzeug

Ankunft am Flughafen Pulkovo -
ca. 1 Stunde Fahrt in die Innenstadt

mit Bus oder Marschrutka

(direkt ab Ankunftsterminal) zur Metrostation „Moskowskaja“ dann weiter mit der Metro oder mit dem Taxi

mit dem Zug

alle Bahnhöfe haben direkten Metroanschluss und die Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung

mit dem Bus

der zentrale Busbahnhof befindet sich am Obwodny Kanal (Metrostation „Obwodny Kanal“)

mit dem Schiff

der Passagierhafen befindet sich auf der Wassiljewskiinsel- ca. 20 Min. Fahrt vom Stadtzentrum entfernt - Weiterfahrt mit Taxi oder öffentlichen Bussen

 

 

Die Bedingungen vor Ort

Den zunehmenden Wohlstand spürt man in St. Petersburg an der steigenden Autozahl, an verstopften Straßen und den nun weniger überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln. Das schnellste und sicherste davon ist immer noch die Metro. Die ehemals beliebten Straßenbahnen scheinen sich dagegen langsam aus dem Stadtbild zu verabschieden. Die Petersburger haben in den letzten Jahren auch alternative Verkehrsmittel, wie das Fahrrad, für sich entdeckt. Die öffentliche Infrastruktur ist sehr zuverlässig und vergleichsweise preisgünstig. Man zahlt meist unabhängig von der Entfernung pro Fahrt. Haltepunkte und Fahrzeiten werden sehr flexibel gehandhabt.

Nahverkehr

Metro

Die Metro fährt in der Zeit zwischen 5:30 Uhr und 0:30 Uhr (zeitliche Abweichungen je nach Station) fast im Minutentakt. Fahrkarten (Münzen oder Magnetkarten) sind am Kassenschalter oder am Automaten am Eingang erhältlich. Man zahlt jeweils für eine Fahrt nach Passieren des Drehkreuzes, unabhängig von Dauer und Streckenlänge.

Öffentliche Busse und Sammeltaxis (Marschrutka)

Die öffentlichen Busse und Kleintransporter fahren meist zwischen 6:00 Uhr und 0:30 Uhr und haben feste Routen. Innerhalb dieser kann man nach Belieben ein- und aussteigen. Man ruft die Busse wie ein Taxi - rechter Arm zeigt zur Straßenmitte. Bezahlt wird an den Fahrer entweder beim Einsteigen oder beim Aussteigen. In wenigen Bussen gibt es noch einen Fahrkartenverkäufer (Konduktor), der Tickets am Sitzplatz verkauft.

Öffentliches Taxi und Privat-“Taxi“

Rund um die Uhr können Taxi oder Privatautos angehalten werden - einfach an die Straße stellen und rechten Arm zur Straßenmitte ausstrecken. Der Preis wird vor dem Einsteigen ausgehandelt.

Straßenbahnen und Trolleybusse (Elektrobus)

Am billigsten fährt man mit Straßenbahnen oder Trolleybussen. Nach dem Einsteigen kommt der Fahrkartenverkäufer (Konduktor) und stellt den Fahrschein aus.

Vorortzug - „Elektritschka“

Mit den Elektritschkas, die von allen Bahnhöfen fahren, erreicht man die Vororte ohne Metroanschluss. Die Preise variieren je nach Strecke und sind grundsätzlich nicht hoch. Tickets sind im Bahnhof bei den „Prigorodny Kassy“, den separaten Kassen für Vorortzüge, erhältlich. Die Fahrpläne hängen im Bahnhof aus. Die entsprechenden Bahnhöfe liegen üblicherweise in der Himmelsrichtung des gewünschten Vorortes, z.B. um nach Peterhof zu kommen fährt man ab dem Baltischen Bahnhof.

Wassertaxi und Bootstouren

Auf der Newa und ihren Nebenflüssen wurden Linienboote als sogenannte Wassertaxis eingerichtet. Die Routen und Preise finden Sie hier: http://www.orgp.spb.ru/aquabus.htm

Radtouren

Ein Radwegenetz westeuropäischen Vorbilds gibt es hier nicht. Zudem scheinen die Autofahrer noch nicht bereit, ihr Revier den Radfahrern zu überlassen. Radfahren ist beliebt geworden aber nicht ungefährlich. Das Netz der Verleihstationen wächst stetig.

Touristische Stadtrundfahrten

Eine Citytour im roten Doppeldeckerbus startet in einer Nebenstraße des Newski Prospektes, direkt zwischen der Russischen Nationalbibliothek und dem Katharinendenkmal. Auf einer festen Route werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angesteuert. Man kann das Ticket einen Tag lang nutzen und beliebig oft aus- und einsteigen.

Sonstiges

Velotaxi, Motorradtouren, Automietstationen oder Rollerfahrten sind weitere Alternativen, sich in der Stadt zu bewegen. Ausleihstationen findet man am ehesten am Newski Prospekt.

Hinweis zu Brückenöffnungszeiten

Zwischen April und November werden die Newa-Brücken nachts für den Schiffsverkehr geöffnet. Für diese Zeit zwischen 1:00 Uhr und 5:00 Uhr kann man von der anderen Newaseite abgeschnitten sein. Die Öffnungszeiten erfahren Sie bei der Touristinfo.

 

Übernachten

Neben den etablierten Luxushotels ist in den letzten Jahren eine beachtliche Zahl an Übernachtungsmöglichkeiten entstanden – Mittelklassehotels, Apartments, Pensionen, Hostels und auch Privatzimmer. Über gängige Buchungsportale sind die meisten Zimmer online buchbar.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist oft schlechter als in Deutschland, insbesondere zur Zeit der weißen Nächte im Juni/Juli. Je näher im Stadtzentrum, desto teuerer ist die Übernachtung. Bei der Auswahl der Unterkunft sollten auch die langen Anfahrtswege in die Außenbezirke Berücksichtigung finden. Gerade nachts, wenn im Sommerhalbjahr die Newabrücken geöffnet sind, kann der „Heimweg“ in den Vorort zur logistischen Herausforderung ausarten. Eine zur Unterkunft nahe liegende Metrostation erhöht die Mobilität in der Stadt enorm.

Die kleineren Hotels und Pensionen im Stadtzentrum waren nicht selten ehemalige Kommunalkas (Gemeinschaftswohnungen). Sie sollten sich also nicht wundern, wenn sich ihr „Hotel“ in einem, nicht als solches erkennbaren Mietshaus befindet.

Privatzimmer ermöglichen Einblicke in Lebens- und Wohnverhältnisse der Petersburger. Wenn die geforderten Zimmerpreise, die vergleichbarer deutscher Großstädte stark übersteigen bzw. die Gastgeber keine eindeutigen Preisangaben machen, sollten Sie mißtrauisch werden. In jedem Fall ist es sinnvoll, sich die Unterkunft vorab schon einmal unverbindlich anzuschauen.

 

Essen

Der russischen Oberschicht werden seit der Kiewer Rus vor ca. tausend Jahren gerne Fressgelage nachgesagt. Vielleicht lassen sich so die Buffetplünderungen russischer Gäste in einigen Urlaubshotels erklären, die jedoch wenig mit russischer Esskultur gemein haben.

Seit Jahrhunderten auf Selbstversorgung angewiesen, haben die (einfachen) Russen mit ihrer Vorratshaltung die Küche, so wie sie heute bekannt ist, maßgeblich beeinflusst. Harte Winter und oft karge Böden waren die Bedingungen für eine trotz allem vielfältige Küche.

Obst und Gemüse wird süss oder sauer eingelegt, Fisch und Fleisch getrocknet oder geräuchert. Die Vielfalt der Küche ist auch der Größe des Landes und der entsprechenden kulturellen Einflüsse östlicher und südlicher Landesteile geschuldet. So konnten die variantenreichen Mehlspeisen – z.B. Pelmeni – oder Kraut hier Einzug halten.

Mit der Abschaffung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft zu Sowjetzeiten gewann die industrielle Lebensmittelproduktion die Oberhand. Kleine Bäckereien oder Konditoren wird man hier demzufolge, wenn überhaupt, nur selten finden. Das Angebot an Torten und Kuchen ist trotzdem, oder vielleicht genau deshalb überwältigend groß.

Am Beispiel des Brotes wird auch deutlich wie gut die vorhandenen Ressourcen an Lebensmitteln verwertet werden. Brotreste werden zu Knabbergebäck oder zu Kwas – „Limonade“ aus vergorenem Brot – verarbeitet.

Man isst gern üppig und in mehreren Gängen: Suppe, Vorspeise oder Salat, Hauptgericht mit Fleisch oder Fisch und als Nachspeise Torte oder Pfannkuchen. Fleisch, Fisch und Mehlspeisen könnte man eine herausragende Stellung zugestehen.

Suppen

Rote-Bete-Suppe Borschtsch (im Sommer kalt serviert), kalte Kwassuppe Okroschka, Fischsuppe Ucha, Krautsuppe Schtschi, Soljanka in verschiedenen Variationen und die Rinderbrühe Rassolnik sind am bekanntesten. Ein Löffel Sauerrahm sollte jeweils nicht fehlen.

Vorspeisen und Salate

Sauer eingelegte Pilze, der Schichtsalat Hering im Schlafrock (oder genau übersetzt im Pelzmantel), Oliviersalat, Rote-Bete-Salat, Fisch oder Fleisch in Aspik, gefüllte Teigtaschen (z.B. Manty siehe Foto oben) oder Pfannkuchen (Bliny) und Piroggen sind typische russische Vorspeisen.

Hauptspeisen

Das aus Rinderfilet geschmorte Beef Stroganow, der Fleischspieß Schaschlyk, Kohlrouladen, Hackfleischbällchen, verschiedene Fischarten – Lachs, Zander, Forelle – werden gerne als Hauptgerichte gegessen. Dazu gibt es Buchweizen, Reis oder Kartoffeln.

Nachspeisen

Bliny und Piroggen können auch süß gefüllt werden, etwa mit Marmelade oder Obst. Eine Alternative bilden eine schier unerschöpfliche Auswahl an Torten, Kuchen und Keksen.

Getränke

Traditionelle Getränke sind Kwas und Wodka. Eine lange Tradition hat in Russland auch der Teekonsum. Ein untrügliches Indiz dafür sind die Samoware (Wasserkocher), die noch heute in jedem Eisenbahnwaggon dafür sorgen, dass auf den langen Fahrten Tee getrunken werden kann.

 

Kunst und Unterhaltung

St. Petersburg genießt einen hervorragenden Ruf als Kunst- und Kulturstadt. Die Qualität der Ballettvorstellungen, der klassischen Konzerte und Opern, des Theaters und auch artistischen Vorstellungen im Zirkus liegen an vorderster Stelle im weltweiten Maßstab. Das Angebot an hochwertigen Veranstaltungen ist enorm. Neben dem bekannten Mariinskitheater oder dem Großen Saal der Philharmonie lohnen sich oft wesentlich preisgünstigere Vorstellungen in kleineren Konzertsälen oder Theatern, deren Hauptsaison das Winterhalbjahr ist.

Das Angebot an modernen, populären Kulturangeboten ist voller Kreativität und Lebendigkeit. Russischer Rock und Pop und auch die Jazzszene der Stadt können auf ein bemerkenswertes Musikerpotenzial zurückgreifen. Die vielen Straßenkünstler rund um den Newski Prospekt, in den Parks oder an den Metrostationen machen dies eindrucksvoll deutlich. Im Gegensatz zu den klassischen Angeboten, herrscht hier ein Kommen und Gehen - der Musiker und auch der Clubs. Einige – z.B. der JFC Jazzclub, die Jazz Philharmonic Hall oder die Fischfabrik im Künstlerzentrum Puschkinskaja 10 - konnten sich jedoch einen festen Platz im Musikkalender erarbeiten.

Die Eremitage hat sich als eines der St. Petersburger Markenzeichen entwickelt. Die Kunstsammlung genießt eine Sonderstellung unter den mehreren hundert Museen und Ausstellungen in St. Petersburg. Hervorzuheben ist auch die Malerei der russischen Realisten, die im Russischen Museum ihren Platz gefunden hat. Zur Nacht der Museen im Mai bleiben die meisten größeren Ausstellungen geschlossen.

 

Sehens- und Erlebenswertes - Eine kleine Auswahl

Kunst

Eremitage

Die von Katharina II. gegründete Eremitage ist eine der größten und schönsten Kunstsammlungen weltweit mit beeindruckenden Sammlungsstücken von der Antike bis ins Europa des 20. Jahrhunderts.
Dworzowaja Nabereschnaja 34, Metro „Admiralteiskaja",
täglich 10³° bis 18 Uhr, So bis 17 Uhr, Mo geschlossen

Russisches Museum

Die Malereien des Russischen Realismus mit Ilja Repin als bedeutendsten Vertreter haben im Russischen Museum ihren Platz gefunden.
Inschenernaja Ul. 2, Metro „Newski Prospekt", täglich 10 bis 18 Uhr, Mo bis 17 Uhr, Di geschlossen

Kirchen und Klöster

Peter-und-Pauls-Kathedrale/Festung

Mit der Errichtung der Peter-und-Pauls-Festung begann die Entwicklung St. Petersburgs. In der gleichnamigen Kathedrale sind, bis auf Peter II., die Zaren der Romanow-Linie beigesetzt.
Kronwerkskaja Nabereschnaja, Metro „Gorkowskaja", Kathedrale täglich 10 bis 19 Uhr, Festungsanlage täglich 6 bis 22 Uhr

Isaaks-Kathedrale

Die Isaakskathedrale ist der drittgrößte Kuppelbau Europas. Vom 43m hohen Kuppelunterbau bietet sich ein schöner Ausblick auf die Stadt.
Isaakiewskaja Ploschtschad 1, Metro „Admiralteiskaja", täglich 11 bis 18 Uhr, Mi geschlossen

Auferstehungskathedrale

Die Auferstehungskathedrale - „Erlöser auf dem Blute" wurde zu Ehren Alexander II., der an dieser Stelle ermordet worden war, errichtet. Erst seit 1997 ist die Kirche wieder begehbar.
Nabereschnaja Kanala Griboedowa 2a, Metro „Newski Prospekt", täglich 11 bis 18 Uhr, Mi geschlossen

Smolni-Kloster mit Kathedrale

Das Kloster ist heute Sitz der Petersburger Stadtregierung. In der Zeit der Oktoberrevolution hatten die Bolschewiken unter Lenin die Gebäude beschlagnahmt.
Ploschtschad Rastrelli 3/1, Metro „Tschernyschewskaja", täglich 11 bis 18 Uhr, Mi geschl.

Alexander-Newski-Kloster

Das Kloster ist der Sitz des Petersburger Metropoliten und die Dreifaltigkeits-Kathedrale eine der wichtigsten Kirchen der Stadt. Auf dem Tichwiner Friedhof und dem Lazarusfriedhof neben dem Alexander-Newski-Kloster sind einige der bekanntesten Petersburger Persönlichkeiten beerdigt.
Nab. Reki Monastyrki 1, Metro „Ploschtschad Alexandra Newskogo", täglich 9³° bis 18 Uhr; Friedhöfe täglich 11 bis 18 Uhr, Do geschlossen

Kasaner Kathedrale

Heute die Hauptkirche der russischen Orthodoxie in St. Petersburg, war die Kasaner Kathedrale einst der Ort, an dem Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst ihren Eid als Kaiserin Katharina II. geleistet hat. In der Sowjetzeit war hier das Museum für Religion und Atheismus untergebracht.
Kasanskaja Ploschtschad 2, Metro „Newski Prospekt"

Tschesme-Kirche

Einer der bekanntesten deutschen Architekten in St. Petersburg, Juri Felten, verantwortete den Bau der orthodoxen Kirche.
Uliza Lensowjeta 12, Metro „Moskowskaja"

St. Petrikirche

Deutsche Kirche am Newski Prospekt 22-24, Metro „Newski Prospekt“

Katharinenkirche

Katholische Kirche am Newski Prospekt 32, Metro „Newski Prospekt“

Armenische Kirche

Newski Prospekt 40, Metro „Newski Prospekt“

Geschichte

Museum für die Stadtgeschichte St. Petersburgs

Angliskaja Nab. 44, Metro „Admiralteiskaja", täglich 11 bis 17 Uhr, Mi geschlossen

Museum zur Verteidigung und Blockade Leningrads

Das Museum hat die schwierigste Zeit der Stadtgeschichte zum Thema. Soljanoj Pereulok 9, Metro „Tschernyschewskaja"

Gedenkfriedhof Piskarjow

Aus dem größten Massengrab der 900tägigen Belagerung ging 15 Jahre nach dem 2. Weltkrieg der Blockade-Gedenkfriedhof Piskarjow hervor. Prospekt Nepokorennych 74, Metro „Ploschtschad Muschestwa", Bus 123 oder 138

Persönlichkeiten

Haus Peter I.

Das kleine Holzhaus in der Hülle des Steinhauses war das erste Gebäude der Stadt. Peter I. soll beim Bau selbst mit Hand angelegt haben.
Petrowskaja Nabereschnaja 6, Metro „Gorkowskaja", im Sommerhalbjahr täglich 11 bis 17 Uhr, Mo geschlossen

Puschkin-Museum

In der Wohnung verbrachte der berühmte russische Nationaldichter Alexander Puschkin, nach einem Duell schwer verwundet, seine letzten Stunden.
Nabereschnaja Mojki 12, Metro „Newski Prospekt", täglich 10³° bis 18 Uhr, Di geschlossen

Dostojewski-Museum

Nach mehr als 20 Umzügen war in diesem Eckhaus Fjodor Dostojewkis letzte Wohnung.
Kuznetschnuj Pereulok 5/2, Metro „Dostojewskaja", täglich 11 bis 18 Uhr, Mo geschlossen

Wissenschaft u. Technik

Kunstkammer

Das erste Museums Russlands, von Peter I. gegründet, beherbergt die Raritätensammlung des Stadtgründers, aus der weitere Museen der Stadt hervorgingen. Um Besucher zu gewinnen, gewährte Peter I. freien Einritt.
Universitetskaja Nabereschnaja 3, Metro „Admiralteiskaja", täglich 11 bis 18 Uhr, Mo geschlossen

Museum der Arktis und Antarktis

Das Museum der Arktis und Antarktis gilt als das einzige Museum dieser Richtung weltweit. Die sehenswerte Ausstellung befindet sich in einer ehemaligen orthodoxen Kirche.
Uliza Marata 24, Metro „Majakowskaja" Mi bis So 10 bis 17 Uhr

Militär

Panzerkreuzer "Aurora"

Der Panzerkreuzer "Aurora" gab den Startschuss zur Belagerung des Winterpalastes während der Oktoberrevolution.
Petrogradskaja Nabereschnaja 4, Metro „Gorkowskaja", täglich 10³° bis 16 Uhr, Mo und Fr geschlossen

Zentrales Marinemuseum

Im Gebäude der ehemaligen Petersburger Börse befindet sich das Marinemuseum.
Birschewaja Ploschtschad 4, Metro „Admiralteiskaja", täglich 11 bis 17 Uhr, Mo und Di geschlossen

Artilleriemuseum

Alexandrowski Park 7, Metro „Gorkowskaja", Mi bis So 11 bis 17 Uhr

Theater

Alexandrinski-Theater

Besonders beeindruckend sind die klassizistische Architektur und die Inneneinrichtung des ältesten wurde Schwanensee uraufgeführt. Im Sommerhalbjahr finden auch Ballettaufführungen statt.
Ploschtschad Ostrowskogo 2, Metro „Newski Prospekt"

Towstonogow-Theater

Auch als Großes Dramatisches Theater bekannt, genießt diese Bühne einen sehr guten Ruf russlandweit.
Nabereschnaja Fontanki 65, Metro „Sennaja Ploschtschad"

Oper und Ballett

Mariinski-Theater

Als eines der besten Theater weltweit, ist es fast immer ausverkauft. Kürzlich wurde ein moderner Erweiterungsbau eröffnet.
Teatralnaja Ploschtschad 1, Metro „Sennaja Ploschtschad"

Michailowski-Theater

Ballett und Operaufführungen auf hohem Niveau. Ploschtschad Isskustw 1, Metro „Newski Prospekt"

Theater der musikalischen Komödie

Dieses Haus gehört zur Rarität der russischen Operettentheater und war während der Blockade als einziges Theater in Leningrad geöffnet. Italjanskaja Uliza 13, Metro „Newski Prospekt"

Klassikkonzerte

Schostakowitsch-Philharmonie (Großer Saal)

Die Heimstätte des Petersburger Philharmonischen Orchesters best-icht durch ihre ausgezeichnete Akustik. Hier wurde Schostakowitschs 7. Leningrader Sinfonie während der Zeit der Belagerung uraufgeführt. Michajlowskaja Uliza 2, Metro „Newski Prospekt"

Philharmonie (Kleiner Saal)

Newski Prospekt 30, Metro „Newski Prospekt"

Glinka-Kapelle

Nabereschnaja Reki Mojki 20, Metro „Newski Prospekt"

Zirkus

Der Zirkus an der Fontanka hat ausgezeichnete Artisten im wohl ältesten Zirkusgebäude Russlands.Nabereschnaja Reki Fontanka 3, Metro „Newski Prospekt"

Paläste, Parks und Gärten

Nikolajpalast

Ein klassizistisches Meisterwerk des deutschen Architekten Andrej Stackenschneider gelegen an der Uliza Truda Ecke Galernaja Uliza, Metro „Admiralteiskaja“

Jussupow-Palast

Der Palast des gleichnamigen Adligen war vor ca. 100 Jahren Schauplatz der Ermordung Rasputins.Nab. Reki Mojki 94, Metro „Sennaja Ploschtschad“

Marmorpalast

Katharina II. soll den Palast mit der Marmorfassade ihrem Liebhaber Gregori Orlow geschenkt haben. Heute eine Zweigstelle des Russischen Museums. Millionaja Ul. 5/2, Metro „Admiralteiskaja“

Menschikow-Palast

Eines der ersten repräsentativen Gebäude auf der Wassiljewskiinsel im Besitz Alexander Menschikows. Heute Zweigstelle der Eremitage. Universitätskaja Nab. 15, Metro „Wassileostrowskaja“

Michailowskigarten

Grüne Oase im Stadtzentrum direkt hinter dem Russischen Museum, Eingang an der Blutskirche. Nabereschnaja Kanala Griboedova 2a, Metro „Newski Prospekt“

Michailowskischloss

Schloss von Zar Paul I., das lange die Ingenieursschule beherbergte. Heute zum Russischen Museum gehörend. Sadowaja Uliza 2, Metro „Newski Prospekt“

Sommergarten

Ältester Park der Stadt mit dem Sommerhaus Peter I. Eingang an Dworzowaja Nabereschnaja u. Nabereschnaja Reki Moiki, Metro „Newski Prospekt“

Park des Sieges

Den Opfern des 2. Weltkrieges und der Belagerung wurde der Park des Sieges gewidmet. Direkt an der Metrostation „Park Pobedy“.

Kultur- und Erholungspark auf der Jelagin-Insel

Beliebtes Ausflugs- und Naherholungsgebiet der Petersburger. Metro „Krestowski Ostrow“

Bahnhöfe

Witebsker Bahnhof

Der erste Bahnhof der Stadt. Repräsentationsgebäude im Jugendstil. Metro „Puschkinskaja“

Finnischer Bahnhof

Bedeutender Bahnhof für die Oktoberrevolution und die Deportationen zur Belagerung. Metro „Ploschtschad Lenina“

Moskauer Bahnhof

Aktuell größter und wichtigster Bahnhof der Stadt, direkt am Newski Prospekt. Metro „Ploschtschad Wosstanija“

Friedhöfe

Tichwiner Friedhof

Künstlerfriedhof mit Grabstätten von Fjodor Dostojewski u.a., Nab. Reki Monastyrki 1, Metro „Ploschtschad Alexandra Newskogo“

Lazarusfriedhof

Ältester Friedhof St. Petersburgs.Nab. Reki Monastyrki 1, Metro „Ploschtschad Alexandra Newskogo“

Smolensker Friedhof

Auf dem lutheranischen Teil sind zahlreiche Deutsche beerdigt. Nabereschnaja Reki Smolenki 27, Metro „Primorskaja“

Wolkowfriedhof

Lenins Mutter und Schwester liegen hier begraben. Rasstanaja Ul. 30, Metro „Ligowski Prospekt“

Plätze

Schlossplatz

Einer der größten und schönsten Plätze, der mit seiner exponierten Stellung neben dem Winterpalast immer wieder Geschichte schrieb. Dworzowaja Ploschtschad, Metro „Admiralteiskaja“

Strelka mit Rostrasäulen

Die Spitze (Strelka) der Wassiljewskiinsel hat sich vom Handelsplatz zum Ausflugsort gewandelt. Birschewaja Ploschtschad, Metro „Admiralteiskaja“

Ostrowski-Platz

Mit dem Alexandrinskitheater im Rücken ein lohnenswerter Abstecher am Newski Prospekt. Ostrowski Ploschtschad, Metro „Gostinuj Dwor“

Platz der Künste

Inmitten von Stätten der Kunst und Kultur (u.a. Konservatorium und Russisches Museum) befindet sich ein Puschkindenkmal umringt von Parkbänken. Ploschtschad Iskusstw, Metro „Newski Prospekt“

Platz des Aufstandes

Am pulsierenden Platz des Aufstandes kreuzt der Ligowski den Newski Prospekt. Ploschtschad Wosstanija, Metro „Ploschtschad Wosstanija“

Brücken

Schlossbrücke, Litejnibrücke, Anitschkowbrücke

Jugendstil

Singerhaus (Dom Knigi)

Ehemaliges Handelhaus eines amerikanischen Nähmaschinenherstellers. Aktuell eine Buchhandlung mit Café. Newski Prospekt 28, Metro „Newski Prospekt“

Jelissejewhaus

Das noble Feinkostgeschäft am Newski Prospekt geht auf die Handelsfirma eines Bauern zurück. Newski Prospekt 56, Metro „Gostiny Dwor"